Rücktritt aus dem SVV Vorstand

Liebe Mitglieder

Vor gut drei Jahren – im Februar 2014 – wurde ich anlässlich der Hauptversammlung in den Vorstand des SVV gewählt. Meine Aufgaben umfassten im Wesentlichen die digitale Kommunikation innerhalb des Verbandes sowie gegen aussen mit Mitgliedern und verschiedenen Interessenvertretern.

Und nun habe ich mich dazu entschieden, auf die kommende Hauptversammlung 2017 mein Amt wieder zur Verfügung zu stellen. Das dies nach so kurzer Zeit geschieht ist ungewöhnlich und wirft Fragen auf. Darum möchte ich zu meinem Entscheid hier Stellung beziehen.

Die Arbeit im Vorstand des SVV ist eine sehr bereichernde und angenehme Erfahrung. Nebst der gemeinsamen Arbeit für diesen tollen Sport haben sich auch Freundschaften und ein Netzwerk entwickelt, welches ich nicht missen möchte. Und wenn ich Revue passieren lasse, was wir in den letzten 36 Monaten an Projekten abgeschlossen bzw. an Zielen erreicht haben, müssen wir uns auch bezüglich Effizienz nicht verstecken. Und dies ist ja bekanntlich eine Eigenschaft, dessen Fehlen den Verbänden gerne auch mal nachgesagt wird.

Die Arbeit im Vorstand des SVV ist ehrenamtlich – abgesehen von einer Reisewegentschädigung leisten wir alle Fronarbeit für den Weiterbestand und die Entwicklung des Voltige in der Schweiz sowie unserer sportlichen Reputation im Ausland. Und ich bin überzeugt, die Mehrheit der Mitglieder schätzt unsere Arbeit und profitiert – bewusst oder unbewusst – auch direkt davon.

Aber leider gibt es auch eine wachsende Zahl von offenbar unzufriedenen Mitgliedern und Funktionären. Das ist eigentlich auch legitim – schliesslich kann nur mit Hilfe von konstruktiver Kritik der hohe Level unseres Verbandes beibehalten werden. Allerdings mangelt es diesen Personen oft am nötigen Anstand und der Wertschätzung gegenüber unserer Freiwilligenarbeit. Alleine der Umstand, dass dieser Sport für sie ebenfalls eine Freizeitbeschäftigung ist, wird oft als Legitimation benutzt, um in harscher Form nach Leistungen zu verlangen. Und wenn es zu – manchmal auch nur vermuteten – Fehlern des Vorstandes kommt, sind rasch mündliche und schriftliche Verunglimpfungen zur Hand. Gerne stellt man den Vorstand auch einfach mal ohne klärendes Gespräch unter Generalverdacht und fordert schriftliche Entschuldigungen oder Ähnliches.

Ich bin keinesfalls der Ansicht, dass den Vorstandsmitgliedern regelmässig für Ihre Arbeit gedankt werden soll. Aber dieses wachsende Misstrauen und die regelmässigen Anfeindungen vergiften zusehends die Kommunikation – und darunter zu leiden haben die überwiegend zufriedenen und im Umgangston fairen restlichen Mitglieder.

Auf dieser Grundlage bin ich es mir nicht gewohnt zu arbeiten. Und ich habe ich keine Motivation dies zu lernen oder zu akzeptieren. Deshalb habe ich mich zu dem eingangs erwähnten Rücktritt entschieden.

Ich weiss schon, Abtretende sollten auf Ratschläge verzichten – trotzdem kann ich es nicht lassen. Ich wünsche dem Verband, dass sich die Mitglieder mehr mit dem Vorstand solidarisieren und ihm den Rücken stärken. Kritik soll selbstverständlich weiterhin möglich sein, aber auf einer sachlichen und fairen Ebene. Nur so können diejenigen, welche das Klima vergiften, neutralisiert werden. Ich wünsche meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen alles Gute und bedanke mich für die gute Zusammenarbeit.

Andreas Hostettler, 12.2016

P.S. Natürlich braucht der Vorstand auch weiterhin jemanden, welcher diesen Arbeitsbereich abdeckt. Interessierte finden hier das Pflichtenheft und der Vorstand SVV freut sich über Deine Kontaktaufnahme.

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